Es och d’r Himmel öfters jrau, un et Sönnche schingk jet mau, doch die Mucher han em Hätze Sunnesching, und einen guten Draht zu Petrus, denn trotz mieser Wetterprognose gab es keinen Regen und entsprechend toll war der Zooch.

 Die Hoffsaenger sind seit ihrer Gründung 1983/84 immer dabei, diesmal mit einer 35 Mann/Frau/ Kind-Fußgruppe. Mit dabei natürlich der Bagagewagen und die Dekke Trumm mit dem Hoffsaenger Sessionsmotto –Su lang mer wisse wie Heufresse jeiht….

Da janze Jeschmölz

Eine besondere Freude war die Vorstellung am Rathausplatz durch die Jury vom MKV. Spontan wurde gemeinsam mit dem Maerjelinger Dreigestirn und Gefolge die Hoffsaengerhymne – Nichts ist so schön, wie der Mond von Oberheiden – angestimmt.

Et jeiht loss..                                                   Nichts ist so schön….

 Eine Überraschung, mit der wir nicht gerechnet haben, die uns aber mit Freude erfüllt, war, dass wir den 2. Platz bei den Fußgruppen erzielt haben. Ein Dankeschön von Hätzen mit dremol Alaaf!!.

       

Unser Chef (Bild: Rhein-Sieg-Rundschau)       Urkunde

Nach dem Zug ging’s ins Dorfhaus nach Oberheiden, wo ein gemütlicher Ausklang mit Kind & Kegel stattfand. Einige „Standfeste“ hatten immer noch genug Energie um den Tag (Abend/Nacht) in der Schublade ausklingen zu lassen, wobei wir wieder beim Motto -Su lang beim Stefan de Leechter no brenne… angelangt wären. Es war ein schöner Tag.

Ausklang im Dorfhaus… mit alt und jung

 

PS: Ein paar kritische Gedanken zum Zug:

Trotz der Freud und dem Spaß, der das Herz des Karnevals sein soll, möchte ich, und das ist meine persönliche Meinung, die viele mit mir teilen, ein paar kritische Worte zum diesjährigen Rosenmontagzuges anbringen.

Berichtete die Rundschau in der Ausgabe Nummer 50 vom 28.02.17 folgendes und ich zitiere: „Der Mucher Rosenmontagszug war jung, laut und fröhlich. Gleich mehrere Festwagen bemühten sich erfolgreich, das Wahnbachtal tüchtig einzunebeln, ganze Lautsprecherbatterien sorgten für eine Stimmung wie in einer Großraumdisco.“

Nichts gegen die Jugend, die ihren Spaß haben soll, aber ob derartige Wagen und Gruppen in einem Karnevalszug angebracht sind, bezweifele ich stark. Wenn Lautstärke und Bassgedröhn Fensterscheiben, Trommelfell und Zwerchfell zum Erzittern bringen, so hat das nichts mehr mit Karneval zu tun, das grenzt schon an Körperverletzung. Wenn diejenigen an ihren Arbeitsplätzen derartigem Krach ausgesetzt wären, würden sie sofort Betriebsrat und Gewerbeaufsicht einschalten.

Was nützt eine Infoveranstaltung im Vorfeld, wenn dann keine Konsequenzen gezogen werden. Es sind doch immer die gleichen Gruppen, die sich gegenseitig mit Lautstärke und Discomusik übertrumpfen wollen. Sicherheitsvorkehrungen und Anordnungen sind dazu da, dass sie auch eingehalten und kontrolliert werden. Vielleicht müssen in Zukunft Festwagen mit Fangnetzen ausgerüstet werden, damit solchen Chaoten (siehe Bilder unten) nichts passiert.

…..in nüchternem Zustand kommt keiner auf solche Ideen…

Hier muss in Zukunft dringend etwas dagegen unternommen werden. Es kann doch nicht sein, das Eltern ihren Kindern Gehörschutz anziehen müssen, damit diese unbeschadet am  Umzug teilnehmen zu können. Die, auf diesen Krachwägen feiern sich selbst, Hauptsache ist, sie haben ihren Spaß, genug zu trinken und die entsprechende Lautstärke der Musik.

Ob das noch was mit Karneval zu tun hat, ist fraglich, beim CSD wären sie besser angebracht.

Ich hoffe dass sich hier etwas ändert und zwar schnell im positiven Sinne des Straßenkarnevals, denn unter diesen Voraussetzungen werden wir über eine weitere Teilnahme nachdenken.

Reinhard Lacher                                                                                                                           Pressereferent der OHS