Was lange währt, wird endlich gut, denn es war gar nicht so einfach, einen, für alle passenden Termin, zu finden.
Macht es euch erst einmal schön gemütlich, denn das wird der längste Jahresbericht den wir je hatten, zumindest vom Zeitraum her.

Auf der letzten Generalversammlung am 19. März konnte der Vorsitzende Jürgen Harlizius 14 Hoffsänger begrüßen. In bewährter Weise legte unser Kassier Andreas Schlimbach seinen lückenlosen Kassenbericht vor. Wie von den Kassenprüfern bestätigt ist die Kasse hervorragend geführt, ein herzliches Dankeschön dafür. Wahlen standen aufgrund des Zweijahresrhythmuses nicht an.

Am 28. März haben wir dann noch einmal unsere gelben Hemden angezogen, denn Walters Vater hatte Geburtstag und gerne haben wir Ihm ein Ständchen gebracht.

Im Frühjahr traf sich dann bereits die Findungskommmission für das neue Programm, jedes Jahr dieselbe Prozedur.
Am 22.05. haben wir im Garten von Familie Harlizius ein Ständchen gebracht, da Barbara zu einem Gartenfest eingeladen hatte, sie feierte Ihren 50. Geburtstag. Der Liedtext, Heinz war der Dichter, war allerdings frei erfunden und hatte lt. Jürgen nichts mit wahren Begebenheiten zu tun oder doch? Ansonsten verlief der Sommer aus Sicht der Hoffsänger ruhig. Erst zum Probenbeginn Anfang September wurde es wieder offiziell.

Der Jahresausflug wurde dann mehr oder weniger spontan von Friedel Gerhards und Walter Kempen organisiert. Am Samstag, den 02.10. haben wir uns um 15:00 im Dorfhaus getroffen, wo wir uns langsam mit Kaffee, Kuchen auf das Kommende eingestimmt haben. Friedel Gerhards, Imker mit Leib und Seele, hat uns einen kleinen Einblick in sein Hobby gegeben. Es war so interessant, dass wir es leider vorzeitig beenden mussten, denn der Bus wartete schon. Mit dem ging es dann in Richtung Holland. Bis Wahn haben wir es geschafft, denn dort gab es im neuen Brauhaus, im umgebauten, ehemaligen Gut Elzhof, ein zünftiges Abendessen. Die Haxen waren wirklich riesig. Dann ging es hinüber zum „Kölschen Milieu“. Zitat: „Eine ausgelassene Stimmung trifft hier auf gefühlvolle Momente, sodass man am Ende des Abends, nach einer Achterbahn der Gefühle, mindestens zwei Tränchen vergossen hat, eine vor Rührung und eine vor Lachen“.

Ende Oktober gab es dann wieder ein großes Fest, auf dem die Hoffsänger nicht fehlen durften. Am 23.10. feierte Anneliese und Franz-Josef Schlimbach ihre Goldhochzeit. Die Hoffsänger waren donnerstags zum Polterabend eingeladen und haben dort tüchtig gesungen. Nach der Messe haben wir Spalier gestanden, leider nur im Turm, denn der Segen kam von oben. Am Abend haben wir dann noch unser Programm dargebracht.
Beim Kränzen wurde auch Egon Kruse zum ersten Mal gesichtet und Gott sei Dank nicht zum letzten Mal. Er wurde eine feste Bank in der Session, und man konnte auch sehen, dass es ihm gefallen hat. Herzlich Willkommen im Kreis der Hoffsänger.

Die Probenzeit verlief wie immer mit dem üblichen auf und ab. Wie immer musste unser Programm wachsen.
Begonnen haben wir mit dem schnelleren Lied: Man hät schon ens ne Dach, dann folgte Sing Kölsche Jung sing, Mir jet et jot jot jot, Schenk mir Dein Herz, das Schlüssellied. Dabei haben wir versucht Bierdeckel, die mit einem Schlüsselbild und unserer Internetadresse beklebt waren, ins Publikum zu werfen. Dann folgte noch das rasante Bickendorfer Büdchen und mit einem Potpourri haben wir das Programm beendet.
Am Ende hatten wir sogar En Colonia noch als Reserve, was wir aber eigentlich viel zu selten gesungen haben.

Die lange Session begann für uns früh, denn bei der Proklamation in Seelscheid am 13. November hatten wir unseren 1. Auftritt, allerdings im Wesentlichen mit dem alten Programm. In der Aula am Wennigerbach bei der KG für uns Pänz sind wir sehr gut angekommen. Wir wurden direkt für Wieverfastelovend gebucht. Zum Einsingen haben wir vorher noch ein Ständchen für Hedwig Merten gesungen, die im Dorfhaus ihren 80. Geburtstag feierte.
Das Probeneinerlei wurde noch durch das Panhasessen in der Adventszeit aufgelockert.

Am ersten Freitag des Neuen Jahres zog dann auch wieder eine Abordnung der Hoffsänger alsSternsinger durch die Mucher Kneipen. Überall wurden wir mit offenen Armen empfangen und durften das kölsche Sternsingerlied: „Mer kummen us dem Morjenland“ vortragen, als Zugabe gab es dann noch „Mer wünsche üch ne Engel för d’r Heimweg“. Der eine Abend ist fast zu kurz für alle Kneipen, am Ende waren wir wirklich froh, dass schon einige geschlossen hatten. Wir konnten dasRekordergebnis von 947,53 € an Klaus Gertz von der Pfarrgemeinde, der uns, ebenso wie Gemeindereferent Clemens Rieger, begleitet hat, überreichen. Der Bus wurde uns diesmal von der evangelischen Kirchengemeinde zur Verfügung gestellt, da der Majestix keine Winterreifen hatte.

Am nächsten Tag haben wir, es ist ja schon fast Tradition, das neue Programm zum ersten Mal in Pohlhausen gesungen, ein Heimspiel, bei dem unser „Wibbelstenz“ Heinz sich wieder mal selbst übertraf.  Als nächstes folgte der Auftritt in Eischeid bei dem Frühschoppen der KG Rot Weiß Neunkirchen.

Ab 10.Januar hat sich dann wieder unsere „DECKE TRUMM“ mit dem diesjährigen Motto: De Hoffsänger han wat zo „beaten“ am Kreisel gedreht. Wie immer wurde sie von Didi restauriert und von Reinhard mit dem neuen Motto bemalt.

Mit einem gelungenen Auftritt bei der Proklamation in Much am 15.01., bei der wir den Eisbrecher spielen mussten, das Publikum ist toll mitgegangen, ging es jetzt richtig in die Session.

Am nächsten Tag, dem 16. 01. folgte unser Frühschoppen im Dorfhaus mit einem schönen Programm, Frühschoppen ist leicht untertrieben, bei vielen Sitzungen wird so ein Programm nicht angeboten.
Eigentlich war es ja ein karnevalistisches Jubiläum, denn es war der 11. Frühschoppen und wie von Anfang an, wurde der Frühschoppen durch die Dancing Kids eröffnet. Diese Gruppe war bis jetzt als einzige auf jedem Frühschoppen mit ihren Tänzen dabei, dies haben noch nicht einmal die Hoffsänger selber geschafft. Inzwischen tanzen auch schon Kinder und Enkelkinder der Hoffsänger dort mit.

Zum ersten Mal vertreten waren dagegen die „All Generations“, eine Tanzgruppe mit drei Generationen von der KG Rot-Weiß Neunkirchen. Eine Abordnung vom Karnevalskomitee Pohlhausen hat uns mit ihrer singenden Präsidentin besucht. Der Musikverein Marienfeld spielte ein buntes Potpourri von Karnevalsliedern. Die Birkenfelder Dorfgrenadiere überraschten mit wirklich modernem Beat zu den entsprechenden Tänzen.

Super Tänze und grandiose Hebefiguren wurden anschließend von der Seniorengarde der „KG für uns Pänz“ gezeigt, eine Augenweide. Sie waren trotz der eigenen Herrensitzung gekommen und hatten auch die Rakete verdient.

Höhepunkte des Frühschoppens waren die Besuche der Tollitäten. Der Reigen wurde eröffnet vonPrinz Josef IX. aus Neunkirchen. Die Husaren seines Gefolges singen ansonsten mit ihm im Kirchenchor. Dies war auch an ihren stimmgewaltigen und tonsicheren Liedbeiträgen zu erkennen. Der Mann an der Quetsch musste Hochleistung bringen bis der Riemen gerissen ist.
Das Dreigestirn aus Overath marschierte mit eigenem Tambourcorps ein und wieder wurde ordentlich gesungen und geschunkelt. Unser Dorfhaus platzte aus allen Nähten.

Nach dem eigenen Auftritt der Hoffsänger wurde es rot und weiß im Dorfhaus, denn die Mucher kamen. Erst die kleinen und großen Grashüpfer, dann die Prinzengarde in traditionellen Funkenuniformen und zum Abschluss das Dreigestirn mit Bauer Marc, Jungfrau Karin und Prinz Tobias. Die hatten bei uns wirklich ein Heimspiel, denn Omas und Opas waren Stolz, aber auch Onkel Andreas hat sehr persönliche Worte an das Dreigestirn, drei staatse Kääls, gerichtet, die Damen sollen sich um die Ordensübergabe gestritten haben.

Abgeschlossen wurde der Frühschoppen durch ein tolles Schlussbild. Das Mucher Dreigestirn und Gefolge, der MKV, die Dorfgrenadiere, weitere befreundete Karnevalisten und die Hoffsänger haben gemeinsam das Stammbaumlied der Bläck Föss und den Mond von Oberheiden gesungen. Anschließend wurde noch ordentlich weiter gefeiert. Wie immer wurde das Aufräumen von unseren rüstigen Rentnern im Handumdrehen erledigt.

Am Samstag den 22.01 folgte ein Ständchen auf dem 75. Geburtstag von Frau Kaulfuß in der Burg Overbach. Wie üblich bei Familie Kaulfuß, wurden wir mit einer fürstlichen Spende und reichlich Stärkung beschenkt.

Noch etwas müde haben wir am nächsten Sonntag im Pfarrsaal Hermerath auf dem Frühschoppen der Birkenfelder gesungen. Obwohl diesmal in einem größeren Rahmen, gab es wieder eine super Stimmung.
Dann gab es sogar 2 Wochenenden ohne Auftritte, die bis dahin auch immer geklappt hatten, aber damit keine Entzugserscheinungen auftreten und weil wir in der Huhmess singen sollten, haben wir dann noch eine Zwischenprobe eingelegt.

Der nächste Auftritt am Freitag den 11.02. war wieder mal eine Überraschung für ein Geburtstagskind. Herr Tuschen aus feierte seinen 70. Geburtstag im Saal Röttgen in Seelscheid. Diese Auftritte sind doch immer die schönsten, das Publikum ist super mitgegangen.

Am Sonntag gab es dann eine Bustour. Wir sollten auf dem Geburtstag eines Freundes von Angi und Peter singen, der in der „Quetsch in Köln-Rodenkirchen“ feierte. Peter hatte uns zwar vor lauter Imis gewarnt, aber die Geburtstagsgäste sind besser mitgegangen als die Kölschen im Lokal. Genau umgekehrt haben wir es dann anschließend im Reißdorfbrauhaus am Kleinen Griechenmarkt angetroffen. Das Publikum dort ist ordentlich mitgegangen und dann hat auch noch der FC gewonnen. Nach gutem Essen und reichlich Kölsch, unser Kassierer war etwas überrascht, sind wir wieder mit guter Laune in Richtung Much aufgebrochen. Walter hatte uns früher verlassen, da seine Tochter Steffi Geburtstag im Kreise der Familie feierte. So kam uns die spontane Idee auch dort noch einmal vorbeizuschauen. Auch als kleines Dankeschön für Walter, der mit seiner Quetsch ja immer bereit stehen muss. Herzlichen Dank dafür, was täten wir ohne Dich.

Freitag den 18.02 waren wir nur mit einer kleinen Truppe unterwegs, dennoch wurde es eng. Die Kneipe von Erika in Hetzenholz war voll mit den Dreigestirnen aus Overath und Much. Alle haben ordentlich mitgesungen und haben unsere Liederauswahl gelobt.
Am nächsten Tag, den 19.02. folgte die Hoffsitzung, die traditionell von den Hoffsängern eröffnet und geschlossen wurde, inklusive Horst Schlämmer und Gisela.

Am Sonntag hatten wir dann einen Auftritt in Heiligenhaus.
Zum 2. Mal haben wir dann am Donnerstag, den 24.02. im Altenheim in Wahlscheid gesungen. Zwar war nur Zeit für 2 Lieder, aber der Heimleiter wollte uns direkt für das Sommerfest als Chor buchen.

Freitags stand dann der Schubladenabend, das „Offene Singen“ an, ein wunderschöner Abend, die Kneipe war gut gefüllt. Sehr gut war das Abwechseln mit den 3 Musikern „von Schlagersahne“. Hier auch noch einmal herzlichen Dank an unsere Musiker. Welche Truppe kommt noch mit handgemachter Musik auf die Bühne, sicher, ein Markenzeichen der Hoffsänger.

Im Laufe des Abends ist noch das Dreigestirn mit Gefolge aufgeschlagen und hat mit uns gefeiert. Wir haben jetzt sogar einige mündliche und schriftliche Anträge auf Mitgliedschaften für die nächste Session vorliegen. Mal abwarten, was passiert.

Der Samstag (26.02.) war dann auch nicht ohne: Erst waren wir auf der Diamanthochzeit derEheleute Platz aus Makelsbach im Lindner – diese kleineren Gesellschaften sind eigentlich immer das beste Publikum für uns -, dann ging es nach Eckhausen, wo wir mit „Trommelwirbel“ empfangen wurden. Nach einem Boxenstop im Dorfhaus, bei dem alle Würstchenrestbestände leergefegt wurden, ging es noch zum gemütlichen Abend des BMC Mohlscheid ins Haus Röttgen. Dort waren wir der Schlusspunkt des Programms. Nach diversen Zugaben ist das Publikum noch mit einer Polonaise durch den Saal gezogen.

In der Karnevalswoche haben wir mittwochs für die Behindertengruppen im Dorfhaus gesungen und Wieverfastelovend bei der KG für uns Pänz in Seelscheid.

Eine ganz tolle Stimmung haben wir, trotz später Stunde, dann in Marienfeld, bei den „Hexen“ erlebt. Sicher einer der Höhepunkte der Session. Der Saal war begeistert, selbst vom Sitzungspräsident kam die entsprechende Anerkennung.
Von unserer Seite aus ein herzliches Dankeschön an all die „Jekke Weever“, denn ohne ihr Zutun und Ihre Unterstützung wäre so ein toller Abend nicht möglich.

Der Freitag war dann verdientermaßen etwas ruhiger. Erst haben wir im Azurit – im alten Klösterchen, gesungen. Die Gäste dort haben sich sehr gefreut, bei den Senioren kommen die alten Lieder, wir haben unser Programm dafür etwas angepasst, immer noch am Besten an.
Dann ging es weiter zur Webersbitze, dort wurde es sogar noch etwas chaotischer und wärmer als sonst die Jahre, denn das Mucher Dreigestirn und deren Gefolge hat gemeinsam mit uns den Saal gefüllt.
Ruhig und gemütlich wurde es dann noch in der Fischermühle, wo wir uns für den Endspurt mit einem Essen gestärkt haben. Die Damen haben sich bei Helga für die Unterstützung bei der Schneiderei mit einem Präsent bedankt.

Für den Sonntag hatten wir uns wieder einen Schulbus gemietet und Günter Tiedje aus Herfterath hat uns chauffiert. Mit Kind und Kegel, bei gutem Essen und entsprechenden Getränken, waren wir eine lustige Gemeinschaft. Es ging es zur KG Ahl Jecke nach Lohmar in ein kleineres Festzelt.
Wie immer hat sich dann der Pfarrkarneval von St. Stefan in Bergneustadt auf unsren Auftritt gefreut.

Wir haben es auch nicht all zu doll getrieben, denn am nächsten Morgen, Karnevalsonntag, mussten wir fit sein. Auf Wunsch des Prinzen sollten wir das „Stänelied“, sein Prinzenlied der Session, in der Kirche bei der „Kölschen Huumess“ singen. Dann waren wir plötzlich für 3 Lieder (Stammbaum, Sing Kölsche Jung sing, Stäneleed) eingeteilt. So haben wir uns auf Stuhlreihen in der Marienkapelle platziert. Ich glaube es war für Alle ein toller Moment und einer der Höhepunkte der Session. Beim Auszug wünschte sich Pastor Offermann noch ein schnelles Lied als Zugabe und dann haben wir: „Mir jeit et jot jot jot“ in die Kirche geschmettert.

Der Rosenmontag lief eigentlich wieder wie gehabt. Hier möchte ich mich aber noch einmal ausdrücklich bei Didi und auch bei seiner Frau Anneliese, bedanken, die immer im Hintergrund wirbeln. Was würden wir nur ohne Euch machen.
Da wir uns ziemlich spät eingereiht hatten und aufgrund einiger Organisationsmängel hat sich der Zug wie Kaugummi gezogen und die Hauptstrasse leerte sich bereits.

Am Dienstag war dann Katerstimmung und Aufräumen angesagt, aber am Abend sollten wir noch einmal in Overath beim Dreigestirnausziehen singen.

Wir nutzen vorher auch noch einmal die Gelegenheit uns bei Angi Drue für die Bereitschaft, quasi als Chefdesignerin, das Verschönern, ist es nötig oder möglich, unserer grauen Gesichter zu koordinieren, mit einem Blumenstrauß zu bedanken. Noch einmal herzlichen Dank dafür. Aber auch noch einmal Danke an all unsere Frauen, die immer dafür sorgen dass wir proper aussehen und strahlen, damit wir freudig in den Saal blicken.

Dies ist uns dann auch in Overath gelungen, wir haben viel Lob bekommen. Leider fehlte nur unser Overather Urgestein, der auch den Auftritt besorgt hatte, aber Peter Wester war in den letzten Tagen richtig krank.

Ich hoffe der Bericht war nicht zu lang, aber in dieser sehr langen Session hatten wir insgesamt 27 Auftritte, so viele wie schon lange nicht mehr und alle haben gut geklappt und das ein oder andere Highlight war sicher dabei. Nur wenn wir uns konzentrieren, das Beste geben und gemeinsam Spaß haben kommen wir gut rüber.

In diesem Sinne,
„mit dreemol Overheden Alaaf“
recht herzlichen Dank an Alle

Jürgen Harlizius